Die Geschichte des Enzmanns ist eine Familiengeschichte. Wie viele grosse Geschichten, begann das ganze mit einer Idee. Der älteste Sohn von E. Enzmann, einem Garagisten und Hotelier aus dem Entlebuch (Schüpfheim) wollte einen günstigen, sicheren Sportwagen entwerfen. Da der Wagen nur in einer Kleinserie entstehen sollte, entschloss sich die Familie (6 Söhne) den Sportwagen aus Polyesterharz herzustellen. Mitte der 50 - er Jahre ein Novum. Um noch mehr Gewicht einzusparen, verzichtete man auf Türen. Über eine Trittnische gelang man ins Cockpit des Enzmanns. Der 506 hatte für seine Zeit einige sehr innovative Ideen; er besass ein Beifahrerauf-prallkissen, integrierten Überrollbügel, alle Wagen wurden mit Becken-gurten ausgeliefert und hatten einen ergonomisch konstruierten Sportsitz..

Der erste Prototyp war 1956 fertig und kurz darauf begann man mit der Produktion. Es wurden etwa 100 Stück hergestellt, mehr konnte man nicht, da VW - Chef Nordhoff einen Konkurrenten für seinen Karmann sah und keine VW - Chassis mehr in die Schweiz liefern wollte. Bis 1968 konnte man noch Karosserie - Kits beziehen, dann lief die erste Produktion aus. Viele 506 wurden auch auf Rennstrecken eingesetzt, mit einem Porschemotor ausgerüstet, wurden sie Dank des Gewichts (ca. 500 kg) zu ernstzunehmenden Gegner.
In den 70 er Jahren wurde der Enzmann Club gegründet, da es in der Schweiz immer noch einige 506 im Strassenverkehr gab.

Anfangs des neuen Jahrtausend begann der Sohn von Dr. Emil Enzmann, Karl Enzmann mit seinem Schwager Werner Schreiber und dessen Geschäftspartner Walter Gossweiler die Produktion des New Enzmann. Es wird die original Enzmann - Negativform verwendet und die Karosserien werden wie früher auf VW - Käferchassis aufgebaut. Bei den Motoren und den Bremsen kann man auf modernere Produkte zurückgeifen, Kunden-wünsche können weitgehend berücksichtigt werden.